Die Verweise auf Türkiye im Dokument “Gemeinsames Verständnis” der Europäischen Union (EU) vom 15. Juli 2026 lassen einen strategischen und fairen Ansatz vermissen.
Das Dokument, das den Beitrittskandidatenstatus von Türkiye ignoriert, offenbart das Versagen der EU, eine Vision für eine gemeinsame Zukunft mit Türkiye zu entwickeln.
Es ist offensichtlich, dass das Dokument in einer Weise verfasst wurde, die darauf abzielt, die Realität zu überschatten, die sich aus dem historischen NATO-Gipfel in Ankara ergibt, auf dem die Grundlagen für eine neue Ära gelegt wurden, in der die europäischen Verbündeten erhebliche zusätzliche Verantwortlichkeiten innerhalb der NATO übernommen haben und die unverzichtbare Rolle von Türkiye bekräftigt wurde.
Die in dem Dokument vorgebrachten unbegründeten Behauptungen bezüglich des östlichen Mittelmeers deuten darauf hin, dass sich die EU nicht vom Einfluss einer voreingenommenen und verzerrten Sichtweise befreien kann.
Was die Zypernfrage betrifft, möchten wir erneut daran erinnern, dass es die griechisch-zyprische Seite ist, die eine Lösung verhindert hat, indem sie den von der türkisch-zyprischen Seite im Jahr 2004 akzeptierten umfassenden Lösungsplan der Vereinten Nationen abgelehnt und durch ihre unnachgiebige Haltung dafür gesorgt hat, dass die Zypern-Konferenz im Jahr 2017 ohne Ergebnis endete.
Wir fordern die EU auf, eine realistische Vision und einen Diskurs zu verfolgen, der den Interessen beider Seiten gerecht wird.