FA-1, 8. Januar 2026, Erklärung des Sprechers des Außenministeriums, Öncü Keçeli, als Antwort auf eine Frage bezüglich der Reden, die anlässlich der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch die griechisch-zyprische Verwaltung gehalten wurden

Wir lehnen Ausdrücke wie “Besetzung”, “Invasion” und “Teilung” in Bezug auf die Insel Zypern ab, die in verschiedenen Reden anlässlich der Veranstaltung vom 7. Januar 2026 zur Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch die griechisch-zyprische Verwaltung verwendet wurden. Diese Begriffe spiegeln in keiner Weise die historischen und aktuellen Realitäten auf der Insel wider.

Die einzige “Besetzung“ auf der Insel geht auf die Aneignung der Organe des Partnerschaftsstaates durch die griechisch-zyprische Seite im Jahr 1963 zurück, was einen klaren Verstoß gegen die Verfassung und die angeborenen Rechte des türkisch-zyprischen Volkes darstellt.

Die Haltung der EU-Vertreter, die die Existenz der türkischen Zyprer ignoriert, offenbart einmal mehr die Doppelmoral der EU in Bezug auf die grundlegenden menschlichen Werte, die sie zu vertreten vorgibt.

Darüber hinaus zeigt die Tatsache, dass die griechisch-zyprische Seite von Beginn an die EU-Ratspräsidentschaft entgegen ihren öffentlich gemachten Versprechungen dazu missbraucht, ihre verzerrte Rhetorik und ihre unnachgiebige Haltung in der Zypernfrage zu propagieren, warum die EU kein unparteiischer und konstruktiver Akteur bei der Lösung der Zypernfrage sein kann.