Die Instrumentalisierung der Trauerfeier für Ratko Mladić, der von internationalen Gerichten rechtskräftig wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen verurteilt wurde, in einer Weise, die einer Leugnung der begangenen schweren Verbrechen und des erlittenen menschlichen Leids gleichkommt, ist inakzeptabel.
Die Ablehnung dieser Gerichtsurteile oder jeglicher Versuch, verurteilte Täter zu verherrlichen, verschlimmert das Leid der Opfer und ihrer Familien und untergräbt zugleich die seit vielen Jahren unternommenen nachhaltigen Bemühungen um Frieden und Versöhnung in der Region.
Was der Balkan braucht, ist der Aufbau einer friedlichen, prosperierenden und gemeinsamen Zukunft, die auf den notwendigen Lehren aus der Vergangenheit beruht.
Bei dieser Gelegenheit gedenken wir erneut zutiefst aller unschuldigen Menschen, die während des Bosnienkrieges ihr Leben verloren haben, insbesondere der Opfer des Völkermords von Srebrenica, und wir teilen die Trauer ihrer Familien.