Wir verurteilen die Entscheidung Griechenlands, acht Grundschulen der türkischen Minderheit in Westthrakien unter dem Vorwand unzureichender Schülerzahlen zu schließen. Mit dieser jüngsten Entscheidung ist die Zahl der Grundschulen der Minderheit auf 76 gesunken.
Die Auferlegung neuer Hindernisse für die Einschulung in die erste Klasse der 1. Grundschule der türkischen Minderheit in Xanthi ist ein weiteres Beispiel für systematische Praktiken, die darauf abzielen, die Bildungsrechte der türkischen Minderheit in Westthrakien zu untergraben.
Diese repressiven Entscheidungen und Praktiken stellen einen Verstoß gegen die Bestimmungen des Friedensvertrags von Lausanne dar.
Wir fordern Griechenland, das es bisher versäumt hat, internationale Gerichtsurteile und die Empfehlungen bedeutender europäischer Institutionen umzusetzen, in denen Rechtsverletzungen gegenüber der türkischen Minderheit in Westthrakien festgestellt wurden, erneut auf, im Einklang mit seinen vertraglichen Verpflichtungen in Bezug auf Minderheitenrechte und grundlegende Menschenrechte zu handeln.
Türkiye wird die türkische Minderheit in Westthrakien in ihrem Kampf um Rechte und Gerechtigkeit weiterhin entschlossen unterstützen.