Politische Beziehungen zwischen Türkiye und der Schweiz

Die bilateralen diplomatischen Beziehungen mit der Schweiz begannen mit der Eröffnung eines Konsulats in Genf im Jahr 1898 und wurden mit der Ernennung des Botschafters des Osmanischen Reichs in Brüssel bei der Schweiz im Jahr 1900 fortgesetzt. Von 1915 an war ein osmanischer Botschafter, der in Bern ansässig war, im Einsatz. Die Beziehungen wurden auch während des Übergangs vom Osmanischen Reich zur Republik fortgesetzt, und die Botschaft in Bern war nach der Ausrufung der Republik auf der Ebene des Geschäftsträgers tätig. 1925 überreichte Mehmet Münir Ertegün als erster Botschafter der Republik Türkiye in der Schweiz sein Beglaubigungsschreiben. Im selben Jahr wurde ein "Freundschaftsvertrag" zwischen der Republik Türkiye und der Schweiz unterzeichnet.

Die Schweiz eröffnete 1928 ihre erste diplomatische Vertretung in Istanbul. Die Schweizer Vertretung in Istanbul wurde 1934 nach Ankara verlegt und 1957 in eine Botschaft umgewandelt.

Die türkische Gemeinschaft in der Schweiz mit rund 140.000 Mitgliedern spielt eine wichtige Rolle in den Beziehungen zwischen Türkiye und der Schweiz.

Die Schweiz hat bei der Unterzeichnung von zwei Protokollen im Jahr 2009, die für die Normalisierung und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen der Beziehungen zwischen Türkiye und Armenien wichtig sind, eine Vermittlerrolle gespielt.

Pascal Couchepin, ehemaliger Bundespräsident, besuchte 2008 Türkiye. Anschließend besuchte der damalige Staatspräsident, Abdullah Gül, im November 2010 die Schweiz. Im Anschluss an diesen Besuch besuchte die damalige Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey am 26. und 27. Dezember 2011 Türkiye, um eine Rede auf der Botschafterkonferenz zu halten.

Bundesaußenminister Ignazio Cassis hat Türkiye am 12. Juli 2019 einen offiziellen Besuch abgestattet und Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat am 14. August 2020 die Schweiz besucht.