Nr. 66, 8. April 2026, Zur Politik Griechenlands gegenüber den Muftis der türkischen Minderheit in Westthrakien

Griechenland missachtet weiterhin die im Friedensvertrag von Lausanne garantierten Rechte und Freiheiten der türkischen Minderheit in Westthrakien, indem es deren gewählte Muftis nicht anerkennt.

Der jüngste Prozess zur Bestimmung eines „ernannten Muftis“ in Didymoticho unter dem Deckmantel von „Wahlen“, ohne Rücksprache mit den Vertretern und Einrichtungen der türkischen Minderheit in Westthrakien, wird nun auch in Rodopi und Xanthi versucht. Wir lehnen diese Vorgehensweise ab. Wir möchten die internationale Gemeinschaft erneut darauf aufmerksam machen, dass Griechenland die gewählten religiösen Führer einer offiziellen Minderheit auf seinem Staatsgebiet nicht anerkennt.

Wir betonen, dass die Beendigung der repressiven Praktiken Griechenlands gegenüber unseren Landsleuten sich positiv auf unsere bilateralen Beziehungen auswirken wird. Wir fordern die griechischen Behörden auf, von dem falschen Weg abzurücken, den sie in Bezug auf die türkische Minderheit in Westthrakien beharrlich verfolgen.

Türkiye wird, auch unter Berücksichtigung ihrer vertraglichen Verpflichtungen, die Wahrung der Rechte der türkischen Minderheit in Westthrakien weiterhin aufmerksam verfolgen.